Laser
Resurfacing Komplikationen
Seit die Laserobenflachenbehandlung dank der
modernen Lasertechnologie als ein gutes und modernes Instrument zur Behandlung von
Aknenarben, kleinen Faltchen sowie vor allem Texturunregelmassigkeiten der Haut
eingesetzt werden kann, sind die Zahlen der Patienten, die sich einer solchen Prozedur
unterziehen stark am steigen. Leider ist es klar, dass trotz modernster Technologie
Komplikationen auftreten konnen.
Ueber die moglichen Komplikationen muss vor jeder Lasertherapie, welche durchgefuhrt
wird, klar informiert werden. Es muss auch uber die zu erwartenden Resultate informiert
werden, haufig haben die entsprechenden Patienten eine zu hohe Erwartung an die
Lasertherapie. Der Laser und Laserskinresurfacing sind eine physikalische Methode
mit Ihren Grenzen, Wunder sind keine zu erwarten.
Mögliche Komplikation sind:
- Anhaltende Rötung (Erythem)
- Pigmentstörungen
- Infektionen
- Vernarbung
Rotung
Verschiedene Grunderkrankungen konnen zu einem verlangert persistierten Rotung nach
Laser fuhren, so gehoren dazu, eine kontaktallergische oder irritative Dermatitis, die
Atopie (Neurodermitis), oberflachliche Infektionen und ein agressives Vorgehen bei der
Lasertherapie. Die Kontaktdermatitis tritt haufig nach Anwendung von topischen
Antibiotikaprodukten, Sonnenschutz, Vitamin E, Lidocain, Parfum, Detergentien
usw. ein. Die
Behandlung besteht primar im Auslassen der einmal angewendeten
Allergene. Normalerweise kann ein mittelpotentes Steroid zu einer Verbesserung
fuhren, evtl. muss aber auch ein hochpotentes Steroid eingesetzt werden. Ein lokales
Antihistamin kann den Juckreiz bekampfen. Bei Patienten mit einer bekannten atopischen
("Allergiker") Vorgeschichte muss bereits zum Vornherein gewarnt werden die entsprechenden Allergene zu
meiden. Im Weiteren ist dabei auch auf die sogenannten Air-borne-Allergene
(Losungsmitteldampfe, Zigarettentauch usw.) im taglichen Umgang zu achten. Orale
Antihistamine sind bei diesen Patienten besonderst indiziert.
Pigmentstorungen
Hyperpigmentierung
Die Hyperpigmentierung ist meistens bei den dunkleren Hauttypen zu sehen. Hier
ist insbesondere auf Patienten mit einer Vorgeschichte mit postinflammatorischen
Hyperpigmentierungen zu achten. Vor der Behandlung dieser Patienten kann hier
Hydrochinon in verschiedenen Grundlagen, zusatzlich Retin A Saure und ein hochgestellter
Sonnenschutz helfen. Es wird empfohlen mindestens zwei Wochen vor dem Resurfacing mit dem
Sonnenschutz zu beginnen. Der zusatzliche Gebrauch von Retin A- Saure bzw.
Alpha-hydroxisauren verhilft zu einer besseren Penetration des Hydrochinons. Kommt es
trotzdem zur Hyperpigmentierung so kann das Hydrochinon gegen vier bis sechs Wochen
postoperativ eingesetzt werden. Die verwendeten Sonnenschutzmittel mussen sowohl UVA wie
UVB blockieren. Jegliche weitere Irritation der Haut kann zusatzlich das Risiko einer
Pigmentierung erhohen. Auf entsprechende Externa ist bei dem geringsten Verdacht einer
Auslosung zu verzichten. Bereits Hydrochinon kann in einer zu hoch prozentigen Losung
eine Irritation verursachen. Auf diesen Punkt ist wesentlich Wert zu legen, normalerweise
wird Hydrochinon 5% formuliert und 1 bis 2x taglich angewandt. Der Patient ist
ausdrucklich davor zu
warnen, dass das Hydrochinon mehr bringt, wenn er es haufiger einsetzt.
Hypopigmentierung
Haufig ist das Hellerwerden der Haut nur ein Zeichen des Uebergangs zur normalen
Haufarbe. Daneben kann es sich allerdings um einen tatsachlichen Verlust von Melanozyten
handeln. Der eigentliche Verlust von Pigment ist meistens korreliert mit der Behandlungstiefe
und dem verursachten thermischen Schaden. Patienten welche in der personlichen oder Familienanamnese
eine Vitiligo zeigen, mussen deshalb uber den moglichen Verlust vor dem Pigment
verwendet werden. Normalerweise ist eine echte Hypopigmentierung oder Depigmentierung
lange andauernd.
Infektionen
Bei den oberflachlichen Infektionen stehen zuoberst die oberflachlichen Hefepilz- oder
Bakterieninfektionen. Diese mussen entsprechend den Abstrichresultaten behandelt
werden.
Herpes simplex HHV (Humanes Herpesvirus Typ I und II) ist die am meisten gefurchtete
Komplikation. Perioperativ deshalb per os mit Acyclovir (Zovirax), Valacyclovir (Valtrex)
eine perorale Prophylaxetherapie zehn bis vierzehn Tage per os durchgefuhrt. Beginn
dieser perioralen Therapie ein Tag vor Therapiebeginn. Sollte es trotzdem zu einem
Ausbruch eines Herpes kommen, wird die Dosis entsprechend von der Praventivdosis auf die
therapeutische erhoht.
Bakterielle Infektionen: Meistens sind bakterielle Infektionen selten, und in
der Regel topisch zu kontrollieren. In seltenen Fallen kann mit einer Antibiotikaprophylaxe ein Tag
vor Operationsbeginn gestartet werden. Ein erhohtes Risiko besteht bei Patienten, bei
welchen mit okklusiven Verbanden gearbeitet wird. Zumeist handelt es sich um sogenannte
Staphylokokken- Entzundungen, selten kommt es auch zu Streptokokken, Pseudomonas oder
Gram-negativen Bakterieninfektionen. Sekundare Infektionen konnen zu Vernarbungen
fuhren, deshalb ist eine aggressive Therapie gefordert. Zum Einsatz kommen hier meisten
Penicilline, Cephalosporine, Acithromycin oder Cyprofloxaxin. Zusatzlich kann
ebenfalls Dalacin oder Fucidin per os eingesetzt werden.
Vernarbungen:
Ein durch eine thermische
Schadigung verursachte
Rotung endet meistens nicht mit einer Vernarbung, kann jedoch zu einer Hypopigmentierung
und zu feiner atropischen Texturveranderungen fuhren. In seltenen Fallen kommt
es zur hypertrophischen Vernarbung. Der rechtzeitige Einsatz von potenten Steroiden
hilft diese Nebenwirkung zu Stoppen.
Die Vernarbung ist meistens im Zusammenhang mit einer mangelhaften Technik, Infektion,
Wundpflege oder andere patientenbedingte Faktoren. Eine exakte Ursache ist oftmals
schwierig zu finden. Haufig ist auch die Tiefe der entsprechenden Ablation entscheidend,
hier kommt es auch darauf an welcher Lasertyp verwendet
wird. Entsprechend sind die zwar wirksamen Feather-touch- Laser potentiell narbentrachtiger
als die Ultra-pulse-CO2 Laser oder sogar die Erbium:YAG Laser. Daneben kann es
auch sein, dass zu viele Schichten abgetragen werden und so eine Vernarbung provoziert
wird.
Gelegentlich kommt allerdings eine Vernarbung auch aufgrund eines Fehlverhaltens
des Patienten wie z.B. Sonnenbaden, schlechte Wundpflege und auch bei Einnahme
von verschiedenen Medikamenten zustande (Informieren Sie deshalb immer Ihren
Arzt uber Ihre
Medikamenteneinnahme).
Daneben konnen auch angeborene Kollagen oder Elastinfaserndefekte wie z.B. Ehlers-Danlos
Syndrom, Cutis laxa usw. zu vermehrten Problemen fuhren. Unterschiedliche Hauttypen sind
komplikationstrachtiger: So zeigen schwarze und farbige Hauttypen (Fitzpatrick IV - VI)
ein erhohtes Risiko fur hypertrophe Narben oder sogar Keloidbildung. Die Behandlung der
Narben hat moglichst fruh einzusetzen. Als erster Hinweis kann eine persistierende
Rotung ohne entsprechenden Grund die Vorstufe darstellen. Bei einer hypertrophen Narbe,
ist es moglich, mit verschiedenen Methoden (Steroid haltige Creme, Steroid haltige
Folien, Cortisoninjektionen, occlusiven Silikongelfolien usw) eine Behandlung
durchzufuhren. Mit einem gepulsten Farbstofflaser oder frequenzgedoppelten Nd-YAG Laser
ist es moglich die Rotung zu behandeln und die entsprechenden Narben zu glatten. Die
Laserbehandlung kann auch bei atrophen Narben eingesetzt werden (Glatten der
Narbenrander)
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