Die Haut im Alter
Altersbedingte Veränderungen der Hautarchitektur Veränderung der Epidermis (Oberhaut)
Veränderungen in der Dermis (Lederhaut)
Veränderung der Anhangsgebilde
Während des ganzen Lebens passt sich die Haut entsprechend den Lebensumständen (Umweltfaktoren, Stress, Psyche) an und macht dementsprechend auch eine für alle sichtbare Hautalterung mit. Je älter die Haut ist, desto mehr wird sie trockner, es treten vermehrt Falten und auch Flecken auf und die Haut zeigt eine verlangsamte Heilungstendenz. Vereinzelt sind diese Veränderungen nicht zu vermeiden und in der Regel harmlos. Andere juckende oder sogar schmerzhafte Veränderungen können zu einer dermatologischen Behandlung führen. Bei vielen Veränderungen muss eine Hautkanzerose (Hautkrebs oder Vorstufe davon) ausgeschlossen werden. Viele Alterungsprobleme können wenn sie rechtzeitig angegangen werden, vorbeugend verhindert werden. Neben den rein medizinischen Problemen ist aber im Rahmen der Hautalterung mehr auch eine kosmetische Behandlung oft das Ziel des Arztbesuches. In der heutigen Zeit wo verschiedene therapeutische Mittel angefangen von Fruchtsäuren bis zur Laserbehandlung zur Verfügung stehen, ist zur Verbesserung des Hautbildes einiges möglich. Im Rahmen der normalen Hautalterung verliert die Haut ihre Elastizität. Kollagen und Elastinfasern sind die haupsächlichen Bestandteile der Lederhaut welche das Hautbild gesund und straff erhalten und welche leider mit der Zeit schwächer werden. Die Haut wird mit der Zeit dünner und verliert Feuchtigkeit innerhalb des kollagenen Bindegewebes sowie im Unterhautbereich Fett.Nach und nach entsteht ein vermehrtes welkes Aussehen. Während die Hautelastizität zurückgeht kommt dazu noch die dauernd einwirkende Schwerkraft zum tragen, so dass entsprechend anatomisch geformte Hautfalten langsam aber sicher zu hängen beginnen. Können Falten verhindert werden? Die
Haufältelung
ist im wesentlichen abhängig von der Sonnenexposition. So
ist die Sonne mit der Haupfaktor der vorschnellen Hautalterung.
Es kann davon ausgegangen werden, dass 60- 80% der Hautalterung
aktinisch (Sonnenlicht) bedingt sind. Daneben spielt sicher die
Vererbung eine gewisse Rolle wie stark sich das Faltenbild ausprägt.
Häufig sieht man bei Leuten welche lange in den Tropen gelebt
haben deutlich wie sie ihr Sonnenverhalten gesteuert haben. So
ist auffällig, dass im Gesässbereich die Haut bei den
50 Jährigen relativ faltenlos und altersentsprechend glatt
ist, hingegen das stark besonnte Decolleté, die
Schulterpartien und das Gedsicht sehr stark gefältelt und
runzelig ist. Als weiteren Faktor kommen andere Umweltnoxen, insbesondere
Zigarettenrauch zum tragen. So zeigen neuere Publikationen, dass
die Inhalation von einer Zigarette kurzfristig eine Durchblutungsreduktion
der peripheren Hautgefässe von 25 % auslösen kann. Um den Alterungsprozess hinauszuzögern, sollten Sie folgende Empfehlungen berücksichtigen :
Gibt es Behandlungen für alternde Haut? Viele
sogenannte over the counter
– Produkte (OTC) gegen Falten tragen in den meisten Fällen
zu einer vermehrten Rückfettung der Haut bei, so dass sie
die Haut neben einem geringen Kühlungseffekt besser anfügt.
Gegen das Auftreten von neuen Falten bzw. Zurückbildung von
Falten tragen die meisten wenig bei. Daneben gibt es lokal allerdings
einige sehr vielversprechende Behandlungsmöglichkeiten. So
kommt vermehrt Vitamin – A (Retin – Säure oder
neuerdings Retin – Aldehyd( Retinal)) zum Einsatz welches
teilweise aus der Akne – Behandlung bekannt ist. Es zeigt
sich an verschiedenen Untersuchungen, dass es neben einer Glättung
des Oberhautfaltenreliefs und einer Verminderung von irregulärer
Pigmentierung eine Kollagenneubildung stattfindet. Als neuere Substanzen
sind ebenfalls Alpha-hydroxisäuren (AHA, Fruchtsäuren)
in Gebrauch. Diese Substanzen sollten aber mindestens eine Konzentration
von 5 – 10% in einer vernünftigen topischen Formulierung
aufweisen um langfristig eine Verbesserung des Hautreliefs zu kriegen.
Sämtliche topischen Crèmebehandlungen sind über
Monate bis Jahre durchzuführen. Darauf ist häufig zu
beachten, dass diese Mittel nur am Abend appliziert werden, da
häufig eine Kombination mit Sonnenlicht zu entzündlichen
Reaktionen führen kann. Tiefergehende mimische Falten können
mittels Kollagen bzw. Hyaloronunterspritzungen aufgefüllt
werden. Daneben ist neu die Botox –
Behandlung angeboten welche durch eine Relaxierung der zum einen
Gesichtsmimikmuskeln eine Glättung der tieferen Falten erreichen
kann. Keine dieser angebotenen Behandlungsmöglichkeiten kann
eine ewig junge Haut garantieren, im Normalfall kann allerdings
eine Verbesserung des Gesamtbildes der Haut und des Gesamtwohlbefindens
erreicht werden. Stark elastotische (sonnengeschädigte) Haut,
sogenannte Zitronenhaut, kann mittels CO2 – Laser , Erbium – Laser
oder mittels einem tiefen chemischen Peeling verbessert werden.
In Europa sind allerdings die chemischen Peelings eher selten durchgeführt. Mit dem Alter kommt auch die Trockenheit. Dies kann in einer teilweisen fleckigen und juckenden, fein schuppenden Haut resultieren. Dies umso mehr in den kalten Jahreszeiten und Uebergangsjahreszeiten wenn die Luft draussen kalt und trocken ist und vermehrt die Heizungen laufen. Eine trockene Haut kann bereits mit normalen Feuchtigkeitssalben nach der Dusche verbessert werden. Daneben sollten wenn gebadet wird Oelbäder verwendet werden. Es gibt auch rückfettende Duschoele. Als gesamtes darf nur kurz und eher kühl geduscht werden, Bäder sind wenn möglich auf einmal pro Woche zu reduzieren. Bei entsprechenden Oelbädern muss darauf geachtet werden, dass unter Umständen die Badewanne gefährlich glitschig werden kann und so evtl. auch Sturzunfälle auftreten können. Petrolatum welches in vielen Lotionen, Crèmes und Salben als Bestandteil vorkommt ist eine excellenter Befeuchter. Viele von den sogenannten Moisturizer beinhalten daneben noch chemische Substanzen wie Harnstoff, Alphahydroxisäuren, Milchsäure oder Ammonium lactat um eine Schuppenbildung zu verhindern und entsprechend Wasser in der Oberhaut zu halten. Diese chemischen Substanzen können allerdings ab einer gewissen Konzentration irritierend auf die Haut wirken, es ist deshalb wichtig entsprechend verschiedene Salben auszuprobieren. Zur Körperreinigung soll die bereits festgestellt auf zuhäufiges Baden verzichtet werden. Als Reinigungsmittel sollen milde Seifen oder besser Seifenersatzproduckte wie PH neutrale Detergenzien zum Einsatz kommen. Leider ist häufig die PH Neutralität der Detergenzien mit einem vermehrten Austrocknungsdefekt auf die Haut verbunden so das mit Vorteil rückfettende Detergenzien zum Einsatz kommen. Das warme Wasser an sich wirkt schon als ein stärkeres Lösungsmittel als kaltes Wasser. Deshalb sollte wenn möglich auf die Verwendung zum häufigen Wasser verzichtet werden. Unmittelbar nach dem Baden ist auf eine all zu intensives Abtrocknen der Haut zu verzichten und eine rückfeuchtende Bodylotion aufzutragen, um so das noch auf der Oberhaut verbleibende Wasser "einzufangen". Sollte die Haut trotz diesen Massnahmen vermehrt Probleme machen, so muss ein Dermatologe konsultiert werden: Trockene schuppende und juckende Haut kann auch immer ein Zeichen einer seriösen Erkrankung sein. So treten im Alter ja häufig Erkrankungen der Schilddrüse, der Niere, der Leber oder eine Diabetes auf. Nicht selten kann auch eine Blutarmut (Anämie) einen Juckreiz auslösen. Hautveränderungen und -gewächse: Hautgewächse und Läsionen werden mit zunehmendem Alter häufiger. Sie können sich von harmlosen seborrhoischen Warzen (Alterswarzen über Altersflecke bis zu kleinen altersbedingten Hautschwämmchen bis zu Hautkrebs bewegen, welche dann in der Regel eine sofortige Behandlung verlangen. Die meisten Hautveränderungen sind alle Sonnenbedingt durch eine erhöhte Sonnenbelastung. Vor allem im Gesicht- Schulter Bereich kann es häufig zu roten, leicht schuppigen Flecken kommen, welche als aktinische Keratosen bezeichnet werden und häufig sogenannten Präkanzerosen entsprechen. Diese Präkanzerosen können in der Regel mittels Retin A Crème bzw. flüssigem Stickstoff oder Lasertherapie entfernt werden. Ebenfalls besteht die Möglichkeit einer Verätzung mittels Trichloressigsäure. Basal zählen Karzinome sind vor allem im zentralen Anteil des Gesichtes und im Nacken- Schultergürtelbereich möglich. Im Rumpfbereich zeigen sich zumeist rötliche, leicht schuppende Herde während im Gesichtsbereich sich häufig perlmutterartig aussehende nicht schmerzende prall elastisch bis derbe Knötchen zeigen, welche häufig von ausgeweiteten kleinen Blutgefässchen (Goupe rose artig) Begleitet werden. Der Vorteil des Basalioms liegt darin das nie eine Metastasierung auftritt allerdings ist das Wachstum des Tumors an sich bösartig. Deshalb müssen diese Tumoren wo immer sie auftreten entfernt werden. Die primäre Heilungsrate im Frühstadium entspricht über 95%. Die Spinaliom (Plattenepithelkarzinom der Haut) entwickelt sich häufig an stark besonnten Arealen wie Ohrrand, Gesicht und Handrücken. Diese Hautkrebse zerstören lokal und haben aber leider die Eigenschaft gelegentlich auch zu metastasieren. Das maligne Melanom ist etwas seltener im Alter als die oben genannten nicht-Melanomhautkrebse. Als Erkrankung ist das Melanom allerdings wesentlich ernster zu nehmen, gelingt es nicht den Krebs in der Frühform zu entfernen so ist eine Metastasierung mit nachfolgend schwerer Erkrankung und tödlichem Ausgang nicht ausgeschlossen. Männer im Alter von 50 Jahren haben das höchste Risiko für Melanom, in der Bandbreite ist allerdings sogar die Erkrankung eines Kindes an Melonom möglich. Der häufigste Faktor zur Entstehung eines Melanoms besteht in schweren Sonnenbränden der Kindheit. Die häufigste Lokalisation für Melanom ist vor allem der Schultergürtelbereich bei Männern und Frauen, die Brust und das Abdomen bei Männern und die Unterschenkel bei Frauen. Da für den Laien Melanome und gutartige Muttermale häufig nicht auseinandergehalten werden können ist jeder zweifelshafte Befund einem Dermatologen zu zeigen. Für den Laien hilfreich ist die sogenannte ABCDE Regel: A
Asymetrie, B Begrenzung unregelmässig, C Coloration (Zweifarbigkeit, nicht Helligkeitswechsel), D
Druchmesser über 0,5 cm, E Aktives Erheben eines Befundes. Übrige Gewächse Verschiedene übrige, zumeist gutartige Gewächse sind häufig bei älteren Mitmenschen. Diese beinhalten alters oder Leberflicken. Diese flachen braunen Flecken sind auch in der Fachsprache als Lentignes bekannt. Sie haben überhaupt keinen Zusammenhang mit der Leber und sind zumeist durch die Sonne verusacht. Daher erscheinen sie in der Regel im Gesicht an den Handrücken und im Breiche der Unterschenkel und Füsse. Im allgemeinen sind sie harmlos, bei grossen allerding irregulärer angeordneten dunklen Stellen kann auch ein mal ein Lentigo Maligno oder ein Lentigo Maligno Melanom auftreten. Als übliche Aufhellungscrème bringen meistens nicht zum verschwinden. Es gibt allerdings magnestralrezeptierte Verschreibungen, welche einen Effiziente Wirkung haben können. Im weiteren dazu können auch moderne Lasertherapien diese Flecken zum verschwinden bringen (Co2 Laser und Erbium Laser) . Bei der Lasertherapie ist allerdings immer vor Nebenwirkungen (Narbenbildung und Weisspigmentierung zu warnen. Alterwarzen: Sogenannte seborrhoische Keratosen diese meist Hautfarbigen, braunen oder schwarzen erhobenen Flecken,welche eine Warzenähnliches Wachstum zeigen imponierten wie wenn sie auf der Haut aufgeklebt werden. Sie sind keinesfalls Kanzerös und kommen sehr häufig bei alten Menschen vor. Sollten sie stören, können sie problemlos mittels Kurretage oder auch Laser entfernt werden. Damit eine Haut nicht zu schnell altert gibt es gewisse Tricks: WASCHEN, BADEN: Baden nur 1 x pro Woche. Nicht wärmer als 35 C, die Haut wird sonst zu fest ausgetrocknet, was den Juckreiz fördert. Zeit maximnal 20 Minuten. HAUTPFLEGE:
KLEIDUNG
WASCHMITTEL Wäsche gründlich spülen, damit keine Waschmittel-Rückstände mehr in der Kleidung sind phosphatfreie Waschmittel verwenden. Letztes Spülwasser mit einem Schuss Apfelessig versetzen. Wäsche an der Luft trocknen. Wenig Weichspüler verwenden. Händewaschen mit lauwarmen Wasser und milder Seife (unparf.) oder Syndets. Gut nachspülen und abtrocknen, besonders Fingerzwischenräume. Grobe Handwaschpasten oder Bürsten sind zu meiden Handpflege tagsüber mit Handcrème: Produktelabel unwichtig, entscheidend genug hoher Fettgehalt, kosmetische Akzeptanz durch den Patienten (Berufsabhängig). HAUTSCHUTZ.
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