Nahrungsmittelunverträglichkeit
Klassifikation der Nahrungsmittelintoleranzen nach der EAACI

Wie sich eine Nahrungsmittel-Unvertraeglichkeit manifestieren kann
Allgemeine & psychische Symptome: Frieren, Schwitzen, Hitzegefuehl, ungeklaerte Schwindelgefuehle, erniedrigte oder erhoehte Temperatur, Kribbeln in den Haenden, erhoehte Cholesterinwerte, Uebergewicht, Chronische Muedigkeit, Konzentrationsschwaeche, und Gefuehlsleben nachlassendes Gedaechtnis, Aggressivitaet, Gereiztheit, innere Unruhe, Angst- und Panikzustaende, Depressionen, Epilepsie, Hyperkinese (Ueberaktivitaet bei Kindern), Eßsucht, Bulimie, Alkoholsucht, starke Stimmungsschwankungen.
Koerperliche Beschwerden:
Haut: Neurodermitis, Juckreiz, Schuppenflechte (Psoriasis), Nesselsucht (Urticaria), sonstige Hautausschlaege.
Verdauungsorgane Chronische Magenschleimhautentzuendung, Uebelkeit, Sodbrennen, Durchfall, Blaehungen, Voellegefuehl, chronische Verstopfung, Geschwuere in Magen, Zwoelffingerdarm oder Dickdarm, Colitis ulcerosa, Morbus Crohn, Zoeliakie.
Kopf: Kopfschmerzen, Migraene.
Gelenke: Schwellungen an Fußknoecheln oder Fingern, rheumatische Gelenkbeschwerden.
Atemwege: Chronischer Schnupfen mit weißlichem Sekret, chronische Nasennebenhoehlenentzuendung, Infekt- anfaelligkeit, fieberhafte Mandelentzuendungen, Asthma, chronische Bronchitis, vergroeßerte Rachen- oder Gaumenmandeln.
Herz und Kreislauf Herzrasen, verlangsamter Puls, Herzstolpern, niedriger oder hoher Blutdruck.
Urogenital: Reizblase, haeufiger Harndrang, Brennen beim Wasserlassen, Harntraeufeln, Inkontinenz, haeufige Blasenentzuendungen. Sinnesorgane Geschwollene Augenlider, verschwommenes Sehen, haeufige Mittelohrentzuendungen.
Tests, die Sie selbst durchfuehren koennen.
Hauttest
Durch Einreiben des Lebensmittels in die Haut
kann manchmal eine deutliche Roetung und eventuell Schwellung festgestellt
werden. - Sie brauchen: Tasse und Teeloeffel zum Anruehren fuer nicht
fluessige Nahrungsmittel. -
So wird's gemacht.- Falls die Testsubstanzen nicht fluessig sind, etwa
Mehl oder Haferflocken, muessen Sie sie mit etwas Wasser anruehren. Dann
reiben Sie das angeruehrte Nahrungsmittel in die Haut ein. Obst und Gemuese
wie Aepfel oder Karotten koennen Sie mit den Schnittflaechen gruendlich
in die Haut reiben.
Wenn Sie nach laengerem Weglassen pruefen wollen, ob beispielsweise Kuhmilchjoghurt
oder Eigelb wieder zugelassen werden koennen, liefert der Hauttest eine
gute Moeglichkeit einer Vorprobe. Weitere Steigerung der Hautteste (negative
Reaktion, dann weitergehen) o Hauttest - Unterzungentest - Pulstest
Unterzungentest
Sublingualtest: Dabei wird nuechtern eine
Probe des Lebensmittels unter die Zunge getraeufelt. Am besten ist
es, Sie machen den Test morgens, bevor Sie etwas gegessen und getrunken
haben, und sogar vor dem Zaehneputzen. Gerade Zahncreme ist haeufig
ein Allergen.
Sie brauchen: Eine Spritze oder Pipette, Tasse und Teeloeffel zum Anruehren.
-
So wird's gemacht. Verruehren Sie feste Nahrungsmittel mit etwas Quellwasser
ohne Kohlensaeure zu einem dickfluessigen Brei. Diese konzentrierte Loesung
ziehen Sie in der Spritze oder Pipette auf und traeufeln sich 2 bis 3
Tropfen davon unter die Zunge. Bei Unvertraeglichkeit werden Sie innerhalb
weniger Minuten typische Symptome bei sich feststellen wie Unruhe, Benommenheit,
Muedigkeit, Schwindel, Kopfweh, erweiterte oder verengte Pupillen, Erhoehung
der Pulsfrequenz. Sie wissen dann, daß Sie dieses Nahrungsmittel
meiden muessen.
Als ganzes sind Nahrungsmittelunverträglichkeiten selten. Haeufig werden Nahrungsmittel zu unrecht angeschuldigt, fuer irgendwelche Symptome (vgl. oben) verantwortlich zu sein. Gerade in der heutigen "chronic fatigue" und "Fibromyalgie"-Zeit ein gefaehrlicher Fehlschluss. Die oben genannten Tests koennen als Richtungsweiser dienen, den Nachweis einer eigentlichen Nahrungsmittelallergie liefern allerdings nur die RAST-Untersuchungen aus dem Blut oder Prick-Testungen mit hochgereinigten, standartisierten Loesungen.
Fragen Sie Ihren Arzt:
Begriffe: Allergie und Intoleranz
IgE mediiert Typ I |
| Nicht IgE mediiert Typ II - IV nach Coombs und Gell |
Nicht
immunologische Reaktionen
|
Die klassische allergische Reaktion
Bei der klassischen allergischen Reaktion läuft folgende Kettenreaktion kaskadenartig ab:
Das Allergen (Antigen) muss für eiune allergische Reaktion im Körper anwesend sein. Beim Allergen handelt es sich um die Substanz welche für die abnorme immunologische Reaktion verantwortlich ist. Normalerweise handelt es sich dabei chemisch um Eiweissmoleküle. Dies hängt mit der Grösse der Moleküle zusammen, da das Immunsystem nur Molekülbausteine mit einer gewissen Grösse als Allergene erkennt. Vereinzelt können allerdings auch andere Stoffe welche bezüglich ihrer Grösse wesentlich kleiner sind als Proteine zu allergischen Reaktionen führen. Diese Moleküle heissen Haptene und sind nicht komplette Allergene, welche erst im Verbund mit anderern Molekülen (Molekülkomplexe) zu Vollallergenen werden.
Die Allergene werden durch B-Lymphocyten erkannt. Diese Abwehrzellen produzieren Abwehrmoleküle welche die Antigene neutralisieren. Diese Abwehrmoleküle heissen Antikörper und sind Eiweisstoffe (Proteine).
Jede B-Zelle produziert einen einzigen spezifischen Antikörper.
aus diesem Grund verfügt der Organismuns über eine riesigen
Pool von millionen verschidedenen Antikörperproduzierenden Zellen
welche es dank ihrer Vielfalt und Lernfähigkeit ermöglichen
nahezu alle Antigene zu erkennen und zu neutralisieren. Es werden 5
verschiedene Immunglobulintypen (Antikörper) gebildet: IgA, IgD,
IgE, IgG, IgM. Für die Allergische Reaktion ist vor allem der Typ
IgE zuständig.
Normalerweise bindet sich der Antikörper
an das Antigen und kann so das Antigen zerstören bzw. neutralisieren.
Nach der Bildung von IgE lagert sich das Molekül an die die Körpereigenen
Mastzellen einerseits und an das Allergen andererseits. Dies setzt für
die Mastzelle das Signal Histamin freizusetzen und somit den Startschuss für
die allergische Reaktion zu geben. Histamin als Substanz ist eine Sehr aktive
Substanz und kann verschieden Beschwerden auslösen: Muskelkrämpfe,
entzündliche Zeichen wie Rötung, Schwellung, Juckreiz sowohl der
Haut als auch der Schleimhäute. Histamin kommt in vielen Nahrungsmittel
gehäuft vor und kann so auch direkt pseudoallergische Reaktionen auslösen.
Allergische Reaktionen könne somit viele Gesichter haben. Bei einer
inhalativen Allergieauslösung (Pollen, Hausstaub, Dämpfe mit
Lösungsmitteln usw. kann Asthma die Folge sein. Der Verzehr von verschiedenenen
Nahrungsmitteln kann eine analoge Reaktion oder aber auch Durchfall und
Bauchkrämpfe auslösen, häufig sind dadabei auchsogennnate
Kreuzreaktionen verantwortlich. Die Beschwerden varieren von Hautsymptomen
(Juckreiz, Rötung, Schwellung, Ekzem) zu Schleimhautreaktionen (laufende
Nase, Augenbrennen, NIesattatcken, Ohrenschmerzen bis zu Asthma). Gefürchtet
ist vor allem im Rahmen der Schleimhaumanifestationen der Etagenwechsel
vom oberen Respirationstrakt in den unteren Respirationstrakt (Lunge)
Intoleranz
Allergien gegenüber Nahrungsmitteln (ingestiv) und Inhalationsallergenen (inhalativ) können einfach nachgewiesen werden. Der sogennannte RAST Test (Labortest welcher in vitro mit Patientenserum durchgeführt wird) kann die Anwesenheit von spezifischen IgE nachweisen.
Schwieriger gestaltet sich der Nachweis
von sogenannten Intoleranzen. Dabei reagiert der Körper auf eine
aufgenommene Substanz ähnlich abnorm wie bei einer Allergie, produziert
allerdings kein IgE.
So ist vor allem die Patientengeschichte wegweisend für die Identifikation
eines eine Intoleranzreaktion auslösenden Stoffes. Zumal die Intoleranzreaktionen
haeufig schleichend beginnen können und so den Zusammenhang mit
einer auslösenden Substanz kaschieren.
Intoleranzen können eine grosse Symptomenvielfalt generieren. Vgl
oben:
Labortechnisch gibt es verschieden Möglichkeiten eine Intoleranz nachzuweisen, zB. (IgG(4)-Test). Der Nachweis ist allerdings immer mit einer Fehlerquelle und somit Unsicherheit behaftet.
Nahrungsmittel-Unverträglichkeit
Der Oberbegriff der Nahrungsmittelunvertraeglichkeit (im Volksmund haeufig "Allergie" genannt) besteht aus 4 Reaktionstypen:
| Toxische Reaktionen | Toxische Reaktionen z.B. durch mit Enterotoxin-bildenden Stämmen von Staphylococcus aureus kontaminierte Nahrungsmittel |
| Intoleranz-Reaktionen | aufgrund eines Enzymmangels, z.B. Lactasemangel |
| Allergische Reaktionen | immunologisch vermittelte Reaktion |
| Pseudoallergische Reaktionen | durch Nahrungsmittel, die Histamin oder Histamin-Liberatoren enthalten |
Bei der pseudoallergenarmen Diät werden alle industriell verarbeiteten Lebensmittel vermieden, denen Färb- und Konservierungsstoffe sowie Antioxidantien zugesetzt sein könnten. Nicht erlaubt sind Nahrungsmittel mit hohem pseudoallergenem Potential wie:
-
biogene Amine in Käse, Fisch und Wein oder Salicylate und p-Hydroxybenzoesäureester in Obst, Gemüse und Gewürzen
-
Histaminliberatoren wie Erdbeeren, fermentierte Käse, Krustentiere, Mollusken. Nüsse und Schellfisch.
-
Alle Nahrungsmittel, die Konservierungsstoffe, Farbstoffe und Antioxidantien enthalten. Verdacht besteht bei allen industriell verarbeiteten Lebensmitteln
Alkoholika wie Bier und Wein, aber auch andere alkoholhaltige Getränke sind wegen des Ethanols selbst und ihres Gehalts an Sulfiten und biogenen Aminen verboten. Besteht bei dem betreffenden Patienten zusätzlich eine Nahrungsmittelallergie werden die entsprechenden Allergene und Lebensmittel aus dem Diätkatalog entfernt.
Bis heute sind in der Literatur verschiedene additivafreie Diäten beschrieben, die aber weitgehend in ihrem Aufbau übereinstimmen. Die Diät sollte zum Ausschluss einer Nahrungsmittelpseudoallergie mindestens drei Wochen streng eingehalten werden. Wenn nach drei Wochen weder Symptomfreiheit noch eine deutliche Besserung des Hautzustandes erreicht werden, können Nahrungsmittel als pseudoallergische Auslöser der Hautsymptome mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden. Wird der Patient unter der pseudoallergenarmen Diät erscheinungsfrei, sollte sich eine weitergehende Diagnostik in Form von Provokationen mit verschiedenen Lebensmitteln, Lebensmittelinhaltsstoffen oder -Zusatzstoffen anschließen. Diese sollten immer doppelblind, plazebokontrolliert durchgeführt werden (DBPC
Einzelne bekannte Lebensmittelallergene tabellarisch erfasst (ohne Anspruch auf Vollständigkeit)
| Nahrungsmittel | Allergen | MG (kD) |
| Dorsch, Kabeljau (Gadus callaris) | Gad c 1 | 12 |
| Atlantischer Lachs (Salmo solar) | Sal s 1 | 12 |
| Garnele (Penaeus aztecus) | pen a 1 | 36 |
| Garnele (Penaeus indicus) | Pen i 1 | 34 |
| Garnele (Penaeus fissurus) | Pen f 1 | 39 |
| Garnele (Metapenaeus ensis) | Met e 1 | 34 |
| Abalone (Haliotis midae) | Hal ml | 49 |
| Erdnuss (Arachis hypogea) | Ara h 1 | 63 |
| Erdnuss (Arachis hypogea) | Ara h 2 | 17 |
| Paranuss (Bertholletia excelsa) | Ber e 1 | 13 |
| Walnuss (Juglans regia) | Jug r 1 | 14 |
| Soja (Glycine maxima) | Glyml | 34 |
| Apfel (Malus domesticus) | Mal d 1 | 17 |
| Kiwi (Actinidia chinensis) | Act c 1 | 30 |
| Sellerie (Apium graveolens) | Api g 1 | 16 |
| Gelber Senf (Sinapis alba) | Sin a 1 | 14 |
| Orientalischer Senf (Brassica juncea) | Braj 1 | 14 |
| Roggen (Secale cereate) | Sec c 1 | 13 |
| Gerste (Hordeum vulgare) | Hor v 1 | 14 |
| Buchweizen (Fagopyrum exculentum) | Fag e 1 | 24 |
| alpha-Amylase (Aspergillus oryzae) | Aspo2 | 53 |
Die haeufigen "Schweizer" noch etwas genauer analysiert:
| Nahrungsmittel | Bestandteil | Anteil des Gesamtproteins | MG (kD) | Sensibilisierung |
| Eiklar | Ovomukoid (Gal d 1) | -11% | 28 | 70% |
| Ovalbumin (Gal d 2) | -54% | 43 | 60% | |
| Ovotransferrin (Gal d 3) | -12% | 50 | 30% | |
| Lysozym (Gal d 4) | - 4% | 14 | 10% | |
| Eigelb | -10% | 70 | ||
| Livetin Apovitellenin 1 | - 2% | 9 | ||
| Apovitellenin VI | - 2% | 170 | ||
| Kuhmilch | a-Kasein | -55% | 23,6-25,3 | 60% |
| ß-Kasein | -25% | 24 | ||
| y-Kasein | - 5% | 11,5-20,5 | ||
| K-Kasein | 19 | |||
| a-Laktalbumin | - 4% | 14 | 40% | |
| ß-Laktoglobulin | -10% | 18 | 50% | |
| Serumalbumin | - l% | 66 | 20% | |
| Immunglobuline | - 2% | 160 | 25% |
Kreuzreaktionen und Kreuzallergien
Interaktionen zwischen Nahrungsmitteln und Inhalationsallergenen die auf Kreuzreaktionen beruhen: Wichtig bei der Beratung von Patienten, welche in den Prick Tests keine Reaktionen zeigen, wohl aber in Ihrer Krankengeschichte immer wieder Allergie-Episoden aufweisen.
| Allergen (Kreuzreagierende Pollen) | Nahrungsmittel | Syndrome |
| Birkenpollen, (Erlen-, Hasel-, Buchen(Rotbuchen)-, Kastanienpollen, partiell Eschepollen) | Mandel, Frischobst (Kem-und Steinobst wie Äpfel, Pfirsiche, Kirschen), Nüsse, Wal-, Haselnuss; besonders Haselnüsse auch in verarbeiteter Form (in Schokolade, Kuchen, etc.), Karotten, rohe Tomaten, Sellerie | Birkenpollen-Nuss |
| Haselpollen | Kirschen, Birne, Pfirsich, Aprikose; Kiwi; (Karotte, Sellerie, Kartoffel) | Kernobst-Syndrom |
| Pappelpollen (Weidenpollen) | ||
| Fliederpollen, (Eschepollen, Ölbaumpollen) | ||
| Beifusspollen (Artemisia) (Kamillepollen, partiell Ragweed-pollen (Kraut), Sonnenblumen-, Margaritenpollen) | Sellerie, Karotte, Fenchel, Pastinake; Anis, Dill, Paprika, Koriander, Kümmel, Kamille, Lychee, Sonnenblumenkerne, Gewürzmischungen | Beifuss-Sellerie Karotten-Gewürz Syndrom |
| Traubenkrautpollen (Engl.: Ragweed;Ambrosia) | Banane; Melonen | Ragweed-Bananen -Melonen-Syndrom |
| Gräserpollen, (Roggenpollen) | Tomate; Melonen, Erdnuss, rohe Kartoffel, Soja, Erbse | |
| Hausstaubmilben, (Rote Baumspinne (u.a. in Obstbäumen vorkommend), Vorratsmilben, Raubmilbe) | Garnelen, Hummer, Langusten, Krebse; Schnecken | Milben-Schalentier( Schnecken-)Syndrom |
| Latex | Avocado, Banane, Edelkastanie (Vermicelles, Maroni); Kiwi, Papaya, Feige, Spinat, Kartoffel, Tomate, Birkenfeige (Ficus benjamina) | Latex-Frucht-Syndrom |
| Vogelfedern | Hühnerei (Dotter, Ovalbumin) | Vogel-Ei-Syndrom |
| Pollen (v. a. Korbblütler) Honig | ||
| Bienenenzyme | Honig |
Kreuzreaktionen zwischen Nahrungsmitteln und/oder Pollen
| Nahrungsmittel | Kreuz-Allergenität |
| Apfel (f49) | Kartoffel (f35), Karotte (f31), Birkenpollen (t3) |
| Dorsch (f3) | Thunfisch (f40), Lachs (f41), Aal (f264), Makrele (f206), Forelle (f204) |
| Ei (fl, f75, f245) | Eidotter (f75), Eiweiß (fl), Lysozym (k208), Ovalbumin (f232), Ovomukold (f233), inhalierte Vogelprotein-Allergene |
| Erbse (f 12) | Linse (f235), Fenchel (f219, f276), Guar (f246), Sojabohne (f14), weiße Bohne (f15), Erdnuß (f13), Lakritze/Johannisbrot (f296), Tragantgummi (f298), Kichererbse |
| Garnele (f24) | Krabbe (f23), Hummer (f80), Tintenfisch (f258), Krebs |
| Getreide (f4, f5, f6, f7) | Weizen (f4), Roggen (f5), Gerste (f6), Hafer (f7), Mais (f8), entsprechende Pollen, Gräserpollen |
| Honig (f247) | Verunreinigung durch Pollen (z. B. Kompositen) |
| Karotte (f31) | Sellerie (f85), Anis (f271), Apfel (f49), Kartoffel (f35), Roggen (f5), Weizen (f4), Birkenpollen (t3), Avokado (f96), Ananas (f219) |
| Knoblauch (f47) | Zwiebel (f48), Spargel (f261), |
| Kuhmlich (f2) | Stutenmilch (f286), Ziegenmilch (f300), auf Kuhmilch basierende Formeln (f228) |
| Pekanuß (f201) | Walnuß (f256) |
| Pfirsich (f95) | Aprikose (f237), Pflaume (f255), Guave (f292), Banane (f92) |
| Reis (f9) | Weizen (f4), Roggen (f5), Gerste (f6), Hafer (f7), Mais (f8), Roggenpollen |
Gründe für Nahrungsmittelunvertraeglichkeiten ohne Nahrungsmittelallergie, das heisst durch die ingestive Aufnahme direkt ausgelöste Reaktionen mittels folgender Substanzen:
| Nahrungsmittel | Substanz |
| Alkohol | Histaminliberatoren |
| Ananas | Histaminliberatoren |
| Aubergine | Histamin |
| Avokado | vasoaktive Amine |
| Banane | Serotinin, Histamin |
| Bier | Tyramin, Sulfite, Histamin |
| Bohnen (ungekocht) | Lektine, Hämaglutinine |
| Eiweiss | Histamineliberatoren |
| Erdbeere | Histamin, Aromastoffe, Histaminellberatoren |
| Fermentierte Nahrungsmittel | vasoaktive Amine |
| Getreide | Histamineliberatoren, Schimmeltoxine (Aflatoxine) |
| Hering | Histamin |
| Japanische Hirse | Schimmeltoxine (Aflatoxine) |
| Kakao (Schokolade) | Histaminellberatoren, Phenyläthylamin |
| Käse | Histamin, Tyramin, Phenyläthylamin, Schimmeltoxine (Aflatoxine) |
| Kokosnuß | Schimmeltoxine (Aflatoxine) |
| Lachs | Histamin |
| Mais | Schimmeltoxine (Aflatoxine) |
| Makrele | Histamin |
| Nüsse | Schimmeltoxine (Aflatoxine) |
| Paprika | Capsaicin |
| Säfte | Tartrazin, andere Nahrungsmittelfarbstoffe |
| Salami (Wurst) | Histamin, Tyramin, Natriumnitrit |
| Schalentlere | Histamineliberatoren |
| Schweinefleisch | Histaminellberatoren |
| Sojabohne | Schimmeltoxine (Aflatoxine) |
| Spinat | Histamin |
| Thunfisch | Histamin |
| Tomate | vasoaktive Amine |
| Wein | Histamin, chemische Zusätze |
| Zitrusfrüchte | vasoaktive Amine, Tyramin, Chlorogensäure |
| Zwiebel | ätherische Öle |
Um dazu noch einen Hinweis zur saisonalen Belastung zu geben: Die Flugzeiten der bedeutendsten allergieauslösenden Pollen in der Deutschschweiz. Jetzt kann endlich erklaert werden warum im Sommer vermehrt auf Tomaten reagiert wird.
| Saison | auslösende Pollen |
| Frühjahrspollinose | Baumpollen |
| Ende Januar - Februar | Hasel (Corylus) |
| Erle (Alnus) | |
| März - April | Birke (Betula verrucosa) |
| Esche (Fraxinus excelsior) | |
| Frühsommerpollinose | Gras- und Getreidepollen |
| Mai - Mitte Juli | diverse Gräser wie |
| Lolch (Lolium perenne), | |
| Knäuelgras (Dactylis glomerata), | |
| Lieschgras (Phleum pratense), | |
| Wiesenrispengras (Poapratense) und | |
| daneben v. a, Roggen (Secale cereale) | |
| Spätsommerpollinose | Kräuter und Sträucher |
| Ende Juli -August | Beifuss (Artemisia) |
Nützliche Informationquellen
Wöchentliches Pollenflugbulletin (Broschüre):Schweiz. Meteorologische Anstalt SMA, Sekt. Agrar- und Biometeorologie, Postfach 514,8044 Zürich, oder Schweiz. Gesellschaft für Aerobiologie SGA c/o Medlink, Industriestrasse 28, 8604 Volketswil Pollenflugbulletin der SMA: Tel 157 126 215 (-.86/Min.) Persönliche Pollenberatung der SMA. Tel 157 25 625, sFr 2, /Min.)Web-Sites:www.sma.ch Homepage der SMAwww.glaxowelleome,ch/pollen/ Pollenflugbulletin der Schweizwww.cat.at/pollen/index.en.html/ Europäische Pollenprognose
www.allerdays.com/pollen.html/ Pollensituation in saemtlichen Bundesstaaten der USA

